Neuerscheinung

„Fiep, fiep, fiep. Summm. Fiep, fiep.“
Würde das Gerät in seinen Händen nicht Rauschen und Knacksen, hätte man es durchaus für einem hochmodernen Fußbodenreiniger aus einer dieser TV-Shops halten können. Weder zischte es nervös, noch stieß es fauchend Dampffontänen aus. Ein Mann mittleren Alters pendelte dieses Gerät mit Wischbewegungen etwa zehn Zentimeter oberhalb der Erdoberfläche hin und her, während seine schweren Stiefel zentimetertief im feuchten Grund einsanken.
Gelegentlich mischte sich ein anschwellendes Piepsen oder ein helles Summen zwischen das Gegackere der Graugänse am See. Mit diesen Geräuschen und einem Zeigerausschlag zeigte der Metalldetektor an, dass er einen Gegenstand im Boden auf-gespürt hatte. Allein durch das Wechselspiel der verschiedenen Geräusche konnte ein geübter Schatzsucher erkennen, welche Metalle sich im Boden vor ihm verstecken wollten. Der Spürhund war ein Profi. Mit jahrelanger Erfahrung hatte er gelernt, die Sinfonie der verschiedenen Geräusche zu interpretieren. Sollte der Detektor ein Edelmetall knapp unter der Grasnabe angezeigt haben, lohnte es sich auch mal, in die Knie zu gehen und ein wenig zu graben. Diese Geräusche waren selten und interessierten den Mann nicht. Viel häufiger waren andere Geräusche, die auf gewöhnliche Metalle hindeuteten. Waren die Geräusche tief, waren die Objekte klein, wie weggeworfene Kronenkorken. Der Schatzsucher wartete auf lautere und höhere Töne. Er suchte nach Objekten, die keiner finden wollte; er eigentlich auch nicht. 
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Tolbiacum

Tolbiacum
Gift am See

Als bei routinemäßigen Untersuchungen Giftfässer am Seeufer bei Zülpich gefunden werden, droht das ehrgeizige Bauprojekt des Bürgermeisters zu platzen. Viel privates und öffentliches Geld ist in Gefahr.

Um das Projekt und den persönlichen Gewinn zu retten, werden die Methoden immer skrupelloser. Erpressung und Mord werden zu Mitteln der Wahl.

Die Zülpicher Börde, zwischen Euskirchen, Düren und Eifel, erlebt eine Eskalation der Gewalt vor dem Hintergrund einer weltweiten Pandemie. Dazwischen kommen sich zwei Frauen näher und versuchen in den Wirren nicht unterzugehen.

Hierzu passend: Bilder aus Zülpich

Das Buch

Paperback
386 Seiten, € 13,80 
ISBN-13: 9783752657265
Verlag: Books on Demand
Zweite, korrigierte Auflage
Erscheinungsdatum: 03.01.2021
Sprache: Deutsch 

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RavenFox

Don't ride the crazy train.
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c: 2021 by Bernd Pesch