Time for Prints

Ein Shooting zum gegenseitigen Nutzen

Time for Prints

TFP steht ursprünglich für "Time for Prints" – also Zeit gegen Abzüge. Früher arbeiteten Fotograf und Model ohne Honorar zusammen: Das Model investierte seine Zeit und erhielt im Gegenzug ausgewählte Papierabzüge für die eigene Sedcard oder das Portfolio.

Heute wird TFP meist als "Time for Pictures" verstanden. Das Prinzip ist jedoch unverändert: Beide Seiten investieren ihre Zeit und Kreativität, ohne dass ein Honorar fließt. Stattdessen erhalten Fotograf und Model die entstandenen Bilder entsprechend der gemeinsam vereinbarten Nutzungsrechte.

Ein gutes TFP-Shooting lebt von einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Beide Seiten profitieren voneinander, entwickeln Ideen gemeinsam weiter und erweitern ihr Portfolio um hochwertige Aufnahmen.

Gemeinsam Ideen entwickeln

Ein gelungenes TFP-Shooting beginnt lange vor dem ersten Foto. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Fotograf und Model ihre Ideen, Vorstellungen und Inspirationen gemeinsam einbringen.

Ich freue mich über eigene Vorschläge, Bildideen oder besondere Wünsche. Ebenso entwickle ich gerne neue Konzepte oder passe bestehende Ideen an die Persönlichkeit, Ausstrahlung und Stärken des Models an. Dabei entstehen häufig Bilder, die keiner von uns allein geplant hätte.

TFP bedeutet für mich deshalb nicht nur gemeinsames Fotografieren, sondern auch gemeinsames kreatives Arbeiten – auf Augenhöhe, mit Offenheit, gegenseitigem Respekt und der Freude daran, etwas Besonderes zu schaffen.

Model Release

Zu jedem Shooting gehört ein Model Release – also ein Vertrag, der die Rechte und Pflichten von Model und Fotograf eindeutig regelt. Er schafft Transparenz, vermeidet Missverständnisse und gibt beiden Seiten die notwendige rechtliche Sicherheit.

Ich fotografiere grundsätzlich nur auf Vertragsbasis. Den Vertrag stelle ich dem Model bereits vor dem Shooting zur Verfügung, sodass ausreichend Zeit bleibt, ihn in Ruhe zu lesen, Fragen zu stellen oder einzelne Punkte zu besprechen. Erst wenn beide Seiten mit den Vereinbarungen einverstanden sind, wird das Shooting durchgeführt.

Ein Model Release ist dabei kein Zeichen von Misstrauen, sondern Ausdruck einer professionellen und respektvollen Zusammenarbeit. Beide Seiten wissen, welche Nutzungsrechte gelten, wie die Bilder verwendet werden dürfen und welche Rechte selbstverständlich beim Model verbleiben.

Begleitpersonen sind willkommen

Gerade bei einem ersten Shooting ist es völlig verständlich, wenn ein Model nicht allein erscheinen möchte. Deshalb sind Begleitpersonen bei meinen Shootings grundsätzlich willkommen.

Aus meiner Erfahrung hat sich jedoch gezeigt, dass der eigene Partner selten die beste Wahl ist. Nicht selten entstehen Situationen, in denen Eifersucht aufkommt, Bildideen kritisch hinterfragt werden oder versucht wird, Einfluss auf das Model oder den kreativen Ablauf zu nehmen. Das kann die entspannte Atmosphäre stören und das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen Model und Fotograf beeinträchtigen.

Deutlich bessere Erfahrungen habe ich mit Freundinnen, Freunden oder guten Bekannten gemacht. Sie können dem Model Sicherheit geben, den Ablauf aufmerksam begleiten und sich bei Bedarf auch kritisch einbringen. Eine konstruktive Unterstützung ist ausdrücklich willkommen – schließlich soll sich das Model während des gesamten Shootings wohl und sicher fühlen.

Mein Ziel ist eine offene, entspannte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Eine Begleitperson, die diese Atmosphäre unterstützt, ist daher jederzeit gern gesehen.

Arbeiten mit minderjährigen Models

Bei Shootings mit minderjährigen Models gelten für mich besonders klare Regeln. Während des gesamten Shootings muss durchgehend ein Erziehungsberechtigter oder eine von den Eltern benannte volljährige Vertrauensperson anwesend sein. Ein Shooting ohne eine solche Begleitung findet nicht statt.

Ebenso ist es erforderlich, dass die Erziehungsberechtigten dem Model Release zustimmen. Der Vertrag wird daher bereits vor dem Shooting zur Verfügung gestellt, damit er in Ruhe gelesen und bei Bedarf besprochen werden kann. Erst nach der Zustimmung aller Beteiligten wird ein Termin verbindlich vereinbart.

Diese Regelungen dienen nicht nur der rechtlichen Absicherung, sondern vor allem dem Schutz des minderjährigen Models. Sie schaffen Transparenz, Vertrauen und eine sichere Grundlage für eine angenehme und respektvolle Zusammenarbeit.

Bilder und Nutzungsrechte

Nach dem Shooting erhält das Model zeitnah die vereinbarten, von mir bearbeiteten Bilder in hoher Qualität.

Mit der Übergabe werden dem Model die im Model Release vereinbarten Nutzungsrechte für die nichtkommerzielle Nutzung eingeräumt. Dazu gehören beispielsweise die Verwendung in sozialen Medien, auf der eigenen Sedcard oder im persönlichen Portfolio.

Über eine Veröffentlichung der Bilder entscheiden wir grundsätzlich gemeinsam. Welche Bilder veröffentlicht werden dürfen, in welchem Umfang und auf welchen Plattformen, ist im Model Release eindeutig geregelt. So behalten beide Seiten die Kontrolle über die Verwendung der entstandenen Aufnahmen.

Mir ist wichtig, dass Fotograf und Model mit den veröffentlichten Bildern gleichermaßen zufrieden sind. Die Auswahl erfolgt deshalb respektvoll, transparent und im gegenseitigen Einvernehmen.

Rechte

Die Zusammenarbeit zwischen Model und Fotograf wird in Deutschland im Wesentlichen durch das Urheberrecht (UrhG), das Kunsturhebergesetz (KUG) sowie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geregelt. Diese Regelungen schützen die Rechte beider Seiten.

Urheberrecht (UrhG)
Der Fotograf ist Urheber der entstandenen Bilder. Das bedeutet, dass das Urheberrecht nicht übertragen werden kann. Das Model erhält die im Model Release vereinbarten Nutzungsrechte und kann die Bilder im dort festgelegten Umfang verwenden.

Kunsturhebergesetz (KUG)
Das KUG regelt das Recht am eigenen Bild. Grundsätzlich dürfen Bilder einer erkennbaren Person nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden. Deshalb wird im Model Release genau festgelegt, ob, wo und in welchem Umfang die Aufnahmen veröffentlicht werden dürfen.

Datenschutz (DSGVO)
Im Rahmen eines Shootings werden personenbezogene Daten verarbeitet – beispielsweise Name, Kontaktdaten oder Bilddateien. Diese Daten werden von mir ausschließlich für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Shootings verwendet und vertraulich behandelt. Eine Weitergabe erfolgt nur, soweit sie vereinbart oder gesetzlich erforderlich ist.

Diese gesetzlichen Regelungen bilden die Grundlage für eine faire, transparente und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mein Model Release greift diese Rechte und Pflichten auf und sorgt dafür, dass beide Seiten genau wissen, welche Vereinbarungen für das gemeinsame Shooting gelten.

Und nun ...

Ich freue mich auf eine spannende Zusammenarbeit mit Dir.